Ein Ostwestfale im Rheinland

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Kurz gegen Klopp remis: 1. FC Kaiserslautern – Borussia Dortmund 1:1 (0:0)

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Quelle: www.bvb.de

Das Topspiel des 22. Spieltags lautet – zumindest nach der Ansetzung der DFL – 1. FC Kaiserslautern gegen Borussia Dortmund. Oder auch „Kellerkind Kurz gegen Klassenprimus Klopp“, wie ich bei meinem ersten Vorbericht für das Fußball-Magazin „Gib mich die Kirsche“ getitelt habe.

Eine Hiobsbotschaft gab es bereits vor der Partie am Betzenberg. Ein Kapseleinriss im rechten Knie von Kuba machte dessen Einsatz unmöglich, so dass Robert Lewandowski in die erste Elf rücken konnte.

Flutlichtspiele in Kaiserslautern sind immer etwas ganz Besonderes und so war es auch heute Abend. Mehr als 8.000 mitgereiste BVB-Fans sorgten wie die Fans der Hausherren für eine Gänsehaut-Atmosphäre. Unter Leitung von Florian Meyer, der seine 200. Partie als Schiedsrichter in der Bundesliga absolviert hat, begann Borussia ganz in gelb.

Nach drei Minuten bereits die erste Chance für Dortmund. Lucas Barrios zog ab, doch der rechte Pfosten rettete für den FCK. Es war der siebte (!) Aluminium-Treffer des Stürmers. Spektakulär war auch die siebte Minute, als Lauterns Christian Tiffert aus 30 Metern auf den Kasten von Roman Weidenfeller ballerte und die Querlatte für den überrumpelten Schwarz-Gelben retten konnte.

Auch danach spielte die Elf vom Betzenberg munter mit und überzeugte kämpferisch. Dortmund hingegen versuchte, die Partie mit spielerischen Mitteln an sich zu reißen, doch der schlechte Platz machte viele gute Ideen zunichte. Wie in der 19. Minute, als Kevin Großkreutz eine Sekunde zu lange zögerte und dabei eine weitere gute Gelegenheit verstreichen ließ.

So setzte sich die Partie fort. Borussia Dortmund war spielerisch die bessere Elf, erspielte sich Chancen, die aber zu keinem zählbaren Erfolg führen sollten. Ich fühlte mich beim Pausenpfiff und dem 0:0 unweigerlich an das vergangene Spiel gegen das GEsindel erinnert. Zu fahrlässig gingen die Klopp-Jungs mit den Torgelegenheiten um, zu verspielt wirkte die Mannschaft im Abschluss. Ob sich das rächen sollte?

Die zweite Halbzeit wartete mit einem Negativrekord auf: seit 156 Minuten gab es kein Tor mehr beim Tabellenführer zu bejubeln. Ob der Bann endlich gebrochen wird? Der elfte Auswärtssieg schien in weiter Ferne zu liegen.

Pech für die Gäste, als nach zweifachem Foul an Mario Götze der fällige Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Meyer ausgeblieben ist (51.). Der BVB spielte nun wieder besser auf. Götze scheiterte nur zwei Minuten später an Lauterns Schlussmann Sippel, der mit einer klasse Parade retten konnte. Das Spiel gewann weiter an Fahrt, und auch der 1. FCK spielte munter mit – ein Absteiger sieht anders aus.

Zeitweise hatten beide Mannschaften mehr mit dem holprigen Rasenrechteck als mit dem Gegner zu kämpfen. Das kam insbesondere den Lauterern zugute, während die Dortmunder Spielkultur oftmals im Keim erstickt wurde. Die meisten Aktionen des BVB kamen über die linke Seite, auf der Mario Götze erneut brillieren konnte.

In der 75. Minute brachte Jürgen Klopp Mo Zidan für den erneut glück- und torlosen Robert Lewandowski ins Spiel. Und nach 82 Minuten war endlich der Bann gebrochen. Eine Hereingabe von Lukas Pisczek konnte Mario Götze nicht verwerten, doch Sven Bender schnappte sich das Leder und donnerte es zum Führungstreffer unhaltbar ins linke obere Eck – 1:0 für Borussia Dortmund.

Anschließend aber Pech für Mo Zidan, der in der 82. Minute verletzungsbedingt für Antonio da Silva weichen musste. Und das Unglück setzte sich fort. Der nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre wieder ins Team zurückgekehrte Neven Subotic sah nach einem angeblichen Foul – das niemals stattgefunden hat! – den gelb-roten Karton und wird auch das kommende Spiel gegen St. Pauli pausieren (85.).

Der FCK setzte jetzt alles auf eine Karte und stürmte mit drei Angreifern. Auf der anderen Seite musste Mario Götze für Felipe Santana weichen, um die dezimierte Defensive zu stärken (86.). Aber Kaiserslautern wurde für die gute Leistung belohnt – in der 90. Minute war Weidenfeller bei einem Fernschuss ohne Chance.

Autor: Marc

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