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Banken bremsen Bioenergie-Dorf in Amelunxen

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„Banken bremsen Bioenergie-Dorf“ – so titelte die hiesige Zeitung „Neue Westfälische“ vor einigen Wochen im Loktalteil über die geplante Biogas-Anlage im Nethedorf Amelunxen. Was steckt genau dahinter?

(c) Neue Westfälische

Schon im Jahr 2005 haben sich emsige Amelunxener Bürgerinnen und Bürger mit der Bioenergieauseinandergesetzt.

Der Plan war, ein Bioenergiedorf mit Beteiligung der Einwohner an der Biogasanlage und dem Nahwärmenetz zu gründen. Gemeinsam sollten die Bürger und die Landwirte zusammenarbeiten, um das Dorf mit Energie aus nachwachsenden Rohstoffen zu versorgen.

Mit dem Strom könnten mehr als 1.100 Haushalte CO2 neutral versorgt werden. Darüber hinaus leistet das Dorf im Kreis Höxter einen Beitrag für die Umsetzung der Klimaschutzziele der Bundesregierung leisten.

Nachdem die die Genehmigungsbehörden grünes Licht gewährt haben, wurde konkret geplant: mit der EnviTec Biogas AG wurde ein Generalunternehmer mit der Planung und Umsetzung des Projektes beauftragt. Das Nahwärmenetz wurde vom Ingenieur-Büro Tannhäuser berechnet, das sich bereits beim Bioenergiedorf Jühnde erfolgreich eingebracht hat.

Doch es war mühsam, die Dorfbewohner von den Vorzügen der Bioenergie zu überzeugen. Skepsis mischte sich mit Unwissenheit und das war auch ausschlaggebend, dass bis dato etwas weniger als 140 Wärmekunden für die regenerative Energie gewonnen werden konnten. Dazu kommt, dass die Finanzkrise die Banken zurückhaltender agieren lässt und die Finanzierung des Großprojektes gefährdet.

Vor allem dem großen Engagement der 34 Gesellschafter ist es zu verdanken, dass das Projekt Bioenergie in Amelunxen noch nicht zum Scheitern verurteilt ist. Doch es bedarf der gesamten Kraft der Amelunxerinnen und Amelunxer, damit das Projekt zu einem Erfolg wird.

Autor: Marc

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