Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Harte Arbeit: Borussia Dortmund – SV Werder Bremen 2:0 (1:0)

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Das letzte Heimspiel im Jahr 2010 stand für Borussia Dortmund auf dem Programm. Mit Werder Bremen hatte der Herbst-, Winter- und Weihnachtsmeister die launische Diva der Bundesliga zu Gast. Denn das berechenbarste an Bremen ist die Unberechenbarkeit. Beeindruckenden Auftritten der Schaaf-Elf folgte zu oft enttäuschende Pleiten. Und heute?
Torjäger Lucas Barrios konnte nach seiner Verletzungspause wieder in der ersten Elf starten, so dass Robert Lewandowski wieder auf der Bank Platz nehmen musste. Kuba spielte auch wieder von Beginn an, so dass Kevin Großkreutz erneut auf der Bank Platz nehmen musste.

Nach vier Minuten verzeichnete der Chronist die erste Torgelegenheit für den Spitzenreiter. Lucas Barrios legte auf links für Shinji Kagawa auf, doch der Japaner verfehlte das Tor knapp. Das 1:0 für Borussia Dortmund fiel mit Vorankündigung: nachdem Lukas Pisczek zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit gefoult worden war, trat Nuri Sahin den fälligen Freistoß perfekt oben rechts in den Winkel (9.).

Nuri Sahin stand auch nach 23 Minuten im Mittelpunkt des Geschehens, als Bremens Schlussmann Tim Wiese Probleme hatte, einen Distanzschuss des Türken zu parieren. Die Bremer wussten weniger spielerisch als mit rüden Attacken zu gefallen. Insbesondere Kagawa war oftmals Leidtragender des grün-weißen unsportlichen Einsteigens.

Die Bremer Harmlosigkeit in der oft so gerühmten Offensive zeigte sich auch an einer kleinen statistischen Fußnote: in der 35. Minute war es, als die Bremer den negativen Rekord von 800 torlosen Auswärtsminuten verzeichnen mussten. Torgefährlichkeit sieht anders aus. Mehr als verdient war die Führung von Borussia Dortmund zur Pause, Werder Bremen war sogar noch gut bedient mit dem nur knappen Rückstand.

Beide Mannschaften kehrten unverändert aus der Kabine zurück. Und es war Bremen, das die erste Chance der zweiten Halbzeit hatte. Claudio Pizzarro sprintete allein auf Roman Weidenfeller zu und der Dortmunder Schlussmann warf sich mutig in den Lauf des Stürmers und vereitelte die Chance. Und erneut Glück für den BVB, als Pizzarro im gegnerischen Strafraum zu Fall kam, der Elfmeterpfiff aber ausgeblieben ist.

Der obligatorische Wechsel bei Dortmund fand wieder nach einer Stunde statt: Robert „Joker“ Lewandowski kam für Lucas Barrios ins Spiel. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass Werder in der zweiten Halbzeit einen deutlich besseren Eindruck als der Spitzenreiter hinterließ und das Spiel im Griff hatte. Dortmund war nicht wiederzuerkennen. Insbesondere die fehlende Bissigkeit im Zweikampf und die indivuellen Fehler verhinderten ein flüssiges Spiel mit zwingenden Torchancen der Gastgeber.

In der 67. Minute konnte sich Nuri Sahin vom Publikum feiern lassen, als er gegen Antonio da Silva ausgetauscht wurde. Die Bremer wurden immer besser und bekamen Oberwaaser. Doch just in diesem Augenblick fiel das zweite Dortmunder Tor. Auf Vorlage von Kuba traf Shinji Kagawa aus unmöglichem Winkel zum erlösenden 2:0 für Borussia (70.) – Kagawas achter Treffer!

Kevin Großkreutz kam in der 79. Minute für Mario Götze ins Spiel. Tore fielen allerdings nicht mehr: mit Glück und Geschick wurde das 15. Spiel in Folge ohne Niederlage nach Hause gebracht und ein weiteres Kapitel Fußballgeschichte geschrieben. Solche Spiele müssen auch erst einmal gewonnen werden.

Sicherlich hängt bei nicht wenigen Schwarz-Gelben die Tabelle am Weihnachtsbaum – beeindruckend ist die Dominanz der Dortmunder, die die Tabelle mit deutlichem Abstand zum Zweit- und Drittplatzierten anführen. Grandios!

Übrigens: 43 Punkte nach 16 Spielen hatte noch keine Mannschaft in der Bundesliga bislang auf dem Konto.

Autor: Marc

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2 Kommentare

  1. Welches ist das Plugin rechts ? Das will ich auch!

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