Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Köln bekommt die Kuba-Krise: 1. FC Köln – Borussia Dortmund 1:2 (0:1)

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Am heutigen Freitag hatte Borussia Dortmund als Tabellenzweiter das erste Mal die Gelegenheit, zumindest bis zum Samstag die Spitze der Tabelle zu erklimmen. Die Bedingung für diesen Erfolg war allerdings ein Sieg beim 1. FC Köln, der bislang nicht mit spielerischen Glanzleistungen von sich reden gemacht hat und sich in Abstiegsgefahr befindet.

Ich schaute das Spiel bei meinen Eltern in Ostwestfalen und hatte für diesen Zweck extra den heimischen Sky-Receiver mit in den Urlaub genommen. Gemeinsam mit meinem Dad und Liam schaute ich also das Gastspiel der Dortmunder am Rhein. Am meisten interessierte mich, inwieweit der BVB die Chance zur Tabellenführung am Schopfe packen wollte oder ob die Nervosität Überhand nimmt.

Interessant: das letzte Auswärtsspiel in Köln konnte Dortmund in einem dramatischen Match mit 3:2 für sich entscheiden. Ob es am heutigen Freitag wieder ähnlich spannend wird? Ebenso interessant: alle bisherigen Auswärtsspiele gingen mit 3:1 (Stuttgart, Schalke und St. Pauli) an Borussia. Sollte diese Serie auch heute halten?

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50.000 Zuschauer im ausverkauften Kölner Stadion sahen nach dem Anpfiff einen Lucas Barrios, der nach sechs Minuten eine fast Hundertprozentige zum 1:0 knapp mit dem Kopf vergeben hat. Riesenglück nur drei Minuten später, als der Kölner Lukas (Podolski) mit einem fulminanten Schuss nur das rechte Lattenkreuz traf. In der 16. Minute war es dann wieder der Dortmunder Lucas, der mit einem Kopfball knapp an der Kölner Torlatte gescheitert ist.

Der mehr als verdiente Führungstreffer für den BVB fiel nach 19 Minuten, als Kuba einen vom Pfosten abgeprallten Kopfball von Lucas Barrios über die Linie drücken konnte.

Danach entwickelte sich ein munteres und kurzweiligesss Fußballspiel, in dem beide Mannschaften Gelegenheit zu Toren hatten. Mit dem Pausenpfiff blieb es aber beim knappen 1:0 für Dortmund.

Die zweite Halbzeit ging klar an die Kölner, die spielfreudiger und entschlossener zu Werke gingen. Glück für Dortmund, dass in diese Drangphase der Ausgleich ausgeblieben ist. Jürgen Klopp brachte nach 72 Minuten Mario Götze für Shinji Kagawa und vier Minuten später Robert Lewandowski für Lucas Barrios. Beide konnten aber nicht das 1:1 von Lukas Podolski nach 85 Minuten verhindern: ein sehenswerter Treffer, der nicht unverdient war. Leider.

Aber Dortmund gab sich nicht geschlagen und kam in der 91. Minute zum Siegtreffer, der Nuri Sahin vorbehalten war. Sahin revanchierte sich damit für die hässliche Geste von Podolski Richtung Sahin, als dieser mit seinen Fingern ein 3:0 formte und damit auf den deutlichen Sieg im Länderspiel Deutschland gegen die Türkei hingewiesen hat.


Jürgen Klopp war in seiner bisherigen Trainerkarriere noch niemals in den Genuss einer Tabellenführung gekommen. Das gleiche Gefühl war auch der aktuellen Dortmunder Mannschaft unbekannt, schließlich liegt es neun Jahre zurück, dass Borussia von der Spitze der Tabelle gegrüßt hat. Mit sieben Siegen in Serie hat die junge Elf vom Borsigplatz zudem einen neuen Vereinsrekord aufgestellt.

Der beste Saisonstart aller Zeiten wird also weiter ausgebaut und ein goldener Oktober steht womöglich dem BVB bevor. Es fühlt sich verdammt gut an, Tabellenführer zu sein! Danke, Jungs.

Autor: Marc

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