Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Saisonauftakt vergeigt: Borussia Dortmund – Bayer Leverkusen 0:2 (0:2)

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Der Saisonbeginn der 48. Bundesligasaison hatte für Borussia Dortmund eine harte Nuss reserviert. Mit Bayer Leverkusen kam nicht nur der letztjährige Tabellenvierte ins Westfalenstadion sogar gleichzeitig Michael Ballack als Bundesliga-Rückkehrer ins schwarz-gelbe Wohnzimmer.

Für mich persönlich war es auch eine Premiere: nach einer Halbsaison Sky Fußball in HD in der vergangenen Serie habe ich in der Saison 2010/2011 das Bundesliga-Paket von Sky am Start und kann somit alle Partien der Dortmunder live am Fernseher verfolgen. Außerdem habe ich mit einem Arbeitskollegen (und Bayer-Fan) um einen Kasten Bier auf den siegreichen Ausgang der Partie gewettet.

Schon zu Beginn war klar: so leicht wie beim 4:0 zum Europa League-Qualifikationsauftakt am vergangenen Donnerstag sollte es gegen die Werkself nicht werden. Die erste Chance des Spiels hatte Shinji Kagawa, dessen Sturmlauf in den Strafraum in letzter Sekunde von Bayers René Adler gestoppt werden konnte. Riesenglück für die Gastgeber, als Subotic einen Schuss von Derdiyok unglücklich abgefälscht hatte, der Ball aber an den Pfosten knallte – das wäre das 1:0 für Bayer nach 14 Minuten gewesen. Besser machte es Tranqulio Barnetta fünf Minuten später, als er Roman Weidenfeller beim Führungstreffer der Gäste keine Chance ließ.

Nur zwei Minuten später der Ausgleich von Sebastian Kehl, doch der Linienrichter war der Meinung, eine Abseitsstellung entdeckt zu haben. Eine krasse Fehlentscheidung! Renato Augusto nutzte die Konfusion des BVB und netzte nach 22 Minuten zum 2:0 für Leverkusen ein. Ein schwarzer Fußball-Sonntag zeichnete sich ab. Die Kameraaufzeichnungen bestätigten im Nachgang den Irrtum des Unparteiischen, denn Sebastian Kehls 1:1 war zweifelsfrei kein Abseits.


Nach dem Doppelschlag steckte Schwarz-Gelb aber nicht zurück. Doch gegen die kompakt stehenden und direkt angreifenden Leverkusenern kam außer einer ansprechenden Chance von Nuri Sahin nach einer halben Stunde nichts Zählbares heraus. Mit dem 0:2 ging es in die Pause und ich war skeptisch, dass die Borussia das Spiel noch drehen kann. Die Abwehr war nicht sattelfest, aus dem Mitteldfeld kam außer von Kagawa und – mit Abstrichen – Sahin nichts und auch Lucas Barrios war bislang im Sturm chancenlos.

Die zweite Hälfte des Spiels setzte sich Lucas Barrios erstmals in Szene, doch sein Distanzschuss segelte knapp am Tor vorbei (47.). Nuri Sahin scheiterte nach 57 Minuten nur knapp an René Adler und weckte in mir neue Hoffnung an eine Aufholjagd des BVB.

Nach einer Stunde wechselte Jürgen Klopp erstmals. Für Sebastian Kehl kam Robert Lewandowski zu seinem Bundesliga-Debüt. Gleiches galt für Lukas Pisczek, der nach 67 Minuten für Kevin Großkreutz ins Spiel gekommen ist. Ab der 77. Minute setzte Jürgen Klopp alles auf eine Karte und brachte mit Rangelov für Owomoyela den dritten Stürmer. Leider ohne Erfolg, denn trotz aller Angriffsbemühungen gelang kein Durchbruch gegen die sattelfeste Leverkusener Abwehr und das Spiel endete mit 0:2 aus Sicht der Gastgeber.

Fazit: die Niederlage des BVB war unnötig. In der ersten Halbzeit waren die Gäste optisch überlegen, die Borussia hatte Pech mit dem nicht gegebenem Treffer zum 1:1 von Sebastian Kehl. In der zweiten Hälfte war von Bayer Leverkusen weniger zu sehen, doch gelang es den Dortmundern nicht, daraus zählbares Kapital zu schlagen. Doppelt bitter, dass der Saisonauftakt direkt mit einer Heimniederlage der Schwarz-Gelben eingeleitet wurde und der Heimnimbus bereits Makulatur ist.

Autor: Marc

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