Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Stöckchen: 8 Dinge

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Sven hat mir ein Stöckchen zugeworfen, und nachdem er mir so klasse via Google Talk bzw. Jabber bei der Installation meines ersten selbst gehosteten Blogs geholfen hat, fühle ich mich noch mehr verpflichtet, dieses Stöckchen aufzunehmen und zu bearbeiten.

Allerdings handelt es sich dabei nicht um ein „das habe ich in fünf Minuten fertig“-Stöckchen, sondern bei diesem Stöckchen werde ich mein Innerstes nach außen kehren. Seid gespannt!

Hier die Regeln:

  • Jeder, der das Stöckchen beantwortet, listet acht Fakten über sich selbst auf.
  • Derjenige, der das Stöckchen zugeworfen bekommt, übernimmt die Regeln mit in den Beitrag.
  • Man wirft das Stöckchen an acht eine beliebige Anzahl weiterer Personen.

Das klingt einfach – ist es aber nicht! Ich habe einige Zeit über die acht Punkte gegrübelt, Fakten aufgeschrieben und wieder geändert. Das war eine große Aufgabe. Aber es hat sich gelohnt.

  1. Ich bin Social Media – süchtig und „always on“
    Für alle, die mich näher kennen, ist das keine neue Erkenntnis. Alle anderen hingegen sind erst einmal überrascht, wenn sie sehen, dass mein Smartphone wie an meine rechte Hand angewachsen scheint und ich permanent über den Touchscreen husche. Und wenn ich nicht das Motorola Milestone in der Hand habe, ist es der BlackBerry, den ich dienstlich intensiv verwende.
  2. Ich wäre aufgrund meiner „always online“- Sucht beinahe ums Leben gekommen
    Leider ist das wahr. Und das kam so: auf dem Weg vom Büro zum Düsseldorfer Hauptbahnhof muss ich die vielbefahrene Kölner Straße überqueren. Dort gibt es auch Ampeln, die zum Oberbilker Markt führen. Ich war so vertieft beim Schreiben einer E-Mail, das ich nicht die von der Kreuzung herannahenden Autos bemerkt habe, die wenig Verständnis hatten, dass ich die rote Fußgänger-Ampel nicht bemerkt habe.
  3. Ich mag keine Kapern und keine Oliven
    Ich weiß nicht wieso, aber seit Kindheitstagen sind mir Kapern ein Gräuel. Und egal ob es an der olfaktorischen Verwandschaft oder der optischen Ähnlichkeit liegt: auch Oliven und ich werden keine Freunde.
  4. Ich habe früher als freier Mitarbeiter Lokalsportberichte verfasst
    Während meiner Schulzeit in der Oberstufe und bis Ende der neunziger Jahre des letzten Jahrtausends war ich „fester“ freier Mitarbeiter beim Westfalen-Blatt, einem hiesigen Blatt aus Bielefeld, das u.a. eine Redaktion in Höxter besitzt. Dort habe ich mittwochs und sonntags Sportberichte über die lokalen Fußball-Ligen verfasst.
  5. Ich kann keine Lebensmittel wegschmeißen
    Wenn Lebensmittel im Kühlschrank das Verfallsdatum erreicht haben, möchten Mitglieder meines Haushaltes diese gern in den Müll werfen. Ich protestiere dann und verzehre die Produkte noch. Denn es heißt ja „mindestens haltbar bis ….“ und nicht „höchstens haltbar bis …“. Selbstverständlich esse ich die Lebensmittel nur, sofern sich kein Schimmel o.ä. Ungenießbares darauf befindet.
  6. Ich bin hauswirtschaftlich nicht ungeschickt
    Die Gründe liegen in der Erziehung. Schon früh hat mich meine Mutter in die Hausarbeit eingebunden: es ging darum, den Tisch zu decken, das Geschirr nach dem Essen abzuräumen und den Geschirrspüler zu bestücken. Darüber hinaus lernte ich früh das Betten beziehen, Staub saugen und Mangelwäsche zusammenlegen. Später entdeckte ich mein Faible für „Power Ironing“ (Bügeln) und das Kochen.
  7. Ich kann Weihnachtslieder gurgeln
    Es war Winter 1993. Genauer gesagt Heilig Abend. Während der Rest der Familie vor dem Kindergottesdienst um 16 Uhr noch hastig Obstboden verdrückt hat, wählte ich die Telefonnummer vom niedersächsischen Radiosender ffn. Die Aufgabe lautete, ein beliebiges Weihnachtslied zu gurgeln, das die Moderatoren erraten mussten. Zur Belohnung gab es ein T-Shirt.
  8. Da, wo ich jetzt beruflich stehe, stünde ich nicht, wenn…
    mich meine Mum anno 1993 im Sommer nicht so sehr genervt hätte, dass ich mich um einen Ausbildungsplatz kümmern soll. Ich war wenig motiviert und habe eher aus Pflichtbewusstsein am Auswahlverfahren einer hiesigen Bank in Ostwestfalen teilgenommen. Am Ende habe ich die Ausbildungsmöglichkeit bekommen und genutzt. Der Rest ist Geschichte.

Jetzt wisst Ihr wieder etwas mehr über mich. Wer mag, kann das Stöckchen gern aufnehmen. Bitte verlinkt dann Euren Beitrag in den Kommentaren.

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