Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Paddeln auf der Niers – ein Spaß für die ganze Familie

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Vor kurzem stand ein großes Ereignis ins Haus: unser zehnte Hochzeitstag wollte gefeiert werden! Auf der Suche nach etwas Besonderem hatte mein Arbeitskollege eine klasse Idee: eine Paddeltour auf der Niers. An solch einer Tour war ich schon immer interessiert und die Niers als beinahe stehendes Gewässer (Fließgeschwindigkeit unter 2 km/h) bietet sich aufgrund der örtlichen Nähe förmlich an.

Während meiner Suche nach passenden Anbietern bin ich auf eine Vielzahl von Firmen gestoßen, die sich auf den Verleih von Booten und die Organisation solcher Events spezialisiert haben. Am Ende habe ich Bako-Tours den Zuschlag gegeben. Insbesondere die schnelle Reaktionszeit bei meiner E-Mail-Anfrage (weniger als drei Stunden), das freundliche Telefonat, als es um die Details zur Paddeltour ging, und die generelle Betreuung vor und nach dem Paddeln auf der Niers haben mir gezeigt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Zusätzlich hervorzuheben ist auch noch, dass ich am Dienstag gegen 17 Uhr eine Tour für den darauffolgenden Mittwoch um 14 Uhr – trotz des fantastischen Wetters – problemlos buchen konnte (das Boot für drei bis vier Personen kostete für eine Mietdauer von zwei Stunden Euro 40).

Darüber hinaus hatte mir der Bako-Angestellte auch noch eine andere Wegstrecke ans Herz gelegt, die „landschaftlich schöner“ ist. Ursprünglich wollte ich von Viersen-Süchteln nach Grefrath-Oedt paddeln, doch nach dem Hinweis habe ich mich für die Tour von Langendonker Mühle nach Wachtendonk entschieden. Rückblickend war das die richtige Entscheidung, denn die gut sieben Kilometer lange Route haben wir problemlos in gut eindreiviertel Stunden absolviert.

Am Mittwoch waren wir mittags gegen viertel nach eins in Grefrath an der Eissporthalle (nicht unwichtig: kostenlose Parkplätze vorhanden), um uns von dort aus auf den gut ein Kilometer langen Fußweg zum Bootsanleger zu machen. Der Fußweg ist erforderlich, weil sich der Bootsanleger in einem Naturschutzgebiet befindet, in dem absolutes Parkverbot besteht. Nach gut fünfzehn Minuten Wanderung erreichten wir den Anleger, an dem wir schon von dem Bako-Team in Empfang genommen wurden.

Liam und Luke bekamen jeweils Schwimmwesten angelegt und wurden mit einem Kinderpaddel versorgt. Anne und ich verzichteten auf die Weste, bekamen stattdessen aber ein klassisches Paddel in die Hand gedrückt. Nach einer kurzen Einweisung (wie lenke ich den Viersitzer, was ist weiterhin wichtig) wurde die Sitzreihenfolge festgelegt: Anne ganz vorn, dahinter Luke, anschließend Liam und als Steuermann habe ich mich freiwillig gemeldet.

Nachdem das robuste Paddelboot zu Wasser gelassen wurde, stiegen wir nacheinander bei herrlichem Sonnenschein in das großzügig bemessene Transportmittel ein und ließen uns gemütlich flussabwärts treiben. Es machte riesigen Spaß, in dem sanft dahin treibenden Boot zu sitzen, die Natur zu bestaunen, den Enten bei der Aufzucht ihrer Kleinen zuzuschauen und die dunkelblauen Libellen zu beobachten.

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Obwohl wir uns nicht übermäßig ins Zeug gelegt haben und nicht wie wild gerudert haben, erreichten wir nach einer Stunde und 45 Minuten den Endpunkt unserer Paddeltour. Am Ufer wartete schon der Angestellte von Bako-Tours, der uns aus dem Boot zurück ans Ufer geholfen und auch den Rücktransport zu unserem Auto nach Grefrath sichergestellt hat. Der Rücktransfer von Wachtendonk war mit Euro 16,- für vier Personen nicht übermäßig teuer.

Wichtiger Tipp zum Schluss: insbesondere in der Sommerzeit auf keinen Fall Autan gegen die Mücken- und Bremsenplage vergessen, rechtzeitig mit Sonnencreme einreiben und eine passende Kopfbedeckung mitnehmen! Dann wird das Paddeln zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Hier noch ein paar Eindrücke von unserer Tour zu Wasser, mehr davon gibt es in dieser Galerie zu sehen:

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2 Kommentare

  1. Da bin ich auch schon gepaddelt, ist eine sehr schöne Strecke 🙂 Mein persönlicher Tipp für Brillenträger: Brille mit Brillenband fixieren. Auch auf einem vermeindlich ruhigen Flüsschen, wie der Niers, kann man schneller kentern als man denkt. Ich hab meine letzte Brille unauffindbar in der Niers versenkt, weil die Steuerfrau auf das Ufer mit Brennesseln zulenkte und sich alle reflexartig zu einer Seite gelehnt haben 😉

  2. Danke für den Bericht, ich habe schon sehnsüchtig drauf gewartet und ganz bewußt vorher nicht nachgefragt.

    Ich plane die Tour ja auch schon einige Zeit und werde jetzt einfach mal schamlos von Deinen guten Erfahrungen profitieren … 😉

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