Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Die Familie ist drei Wochen in Kur in Cuxhaven: Fazit eines Strohwitwers

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Wahnsinn, die schnell die Zeit vergeht. Mir kommt es vor, als sei es gestern gewesen, als ich Anne, Liam und Luke nach Cuxhaven an die Nordsee gefahren habe.
Wie ich gefroren habe, als am 27. Januar das Blitzeis eingesetzt hat und ich um 16:39 Uhr Richtung Rheinland zurückgefahren bin. Der Abschied damals war kurz und schmerzlos. Aufgrund der Schneefälle und Zugverspätungen war ich an diesem Abend erst um 23 Uhr daheim.

Erst langsam gewöhnte ich mich an das Alleinsein. An die Stille im Haus. An das Fehlen von Kinderlachen, Kindergeschrei und Kinderquatsch. An das alleine Liegen in dem viel zu großen Ehebett. An den leeren Kühlschrank, der jetzt von mir gefüllt werden musste. An das Schnee schippen vor dem Haus (das meine Süße sonst immer übernommen hatte).

Aber es gab auch die andere, die gute und nicht traurige Seite: ich arbeitete von morgens sieben bis abends um sechs im Büro (oder auch länger) – ich hatte keine Schuldgefühle, weil niemand auf mich wartete. Ich konnte am Wochenende ausschlafen – was ich aber nicht tat, weil mein Biorhythmus auf werktags eingestellt war und ich daher sonntags zwischen 7:15 und 7:45 aufgewacht bin – mit einer Ausnahme: einen Sonntag brachte ich es gar fertig und schlief unverschämt lang bis viertel vor neun… Darüber hinaus hatte ich Zeit, die Dinge zu erledigen, die im Familienleben einfach nicht zu schaffen sind:

  • mein Mammutprojekt private Ablage 2004 – 2010 (von 46 auf 22 Ordner reduzieren)

 

  • die Archivierung von 22 Mini-DV-Kassetten auf Festplatte und DVD

 

 

  • das Ausmisten von Unmengen von alten Zeitschriften und Zeitungen und anderem Papierkram

 

 

  • das Aufräumen des Arbeitszimmers im Dachgeschoss.

 

Darüber hinaus blieb auch noch Zeit für den Besuch eines Kollegen und Freundes am zweiten Samstag meines Strohwitwer-Daseins, der Besuch von Micha am ersten Wochenende zum Spiel VfB Stuttgart – Borussia Dortmund sowie sein erneuter Besuch am vergangenen Samstag Abend zu Bayern München – BVB inklusive Döner-Essen und fünf Liter Bitburger trinken. Am vergangenen Sonntag konnte ich sogar nachmittags ein Viertelstündchen auf der Couch schlafen. Welch herrliche Zeit!

Aber ich war auch sehr froh, als ich am Dienstag Morgen um 4:40 Uhr aufgestanden bin, meinen Rucksack und Trolley geschnappt habe und mich auf ins Büro gemacht habe. Nachdem ich das Wichtigste abgearbeitet hatte, ging es mit dem IC schon um 7:33 Uhr Richtung Cuxhaven. Ich freute mich, nicht nur meine drei Lieben wiederzusehen, sondern auch meinen Eltern zu begegnen, die extra wegen der Kinder auch zehn Tage in unmittelbarer Nähe der Kurklinik verbracht haben.

Autor: Marc

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2 Kommentare

  1. Das hört sich doch so richtig nach einem rundherum positiven Ergebnis an. Manchmal zeigt ja auch so eine Trennung auf Zeit wieder einmal besonders deutlich, was man aneinander hat und wie sehr man miteinander verbunden ist. Manchmal geht das ja im Alltag "etwas" unter… Wenn dann auch noch ein guter Kurerfolg da ist – wäre es doch perfekt, oder?(So wie wenn es hier demnächst eine Kommentar-Abo-Möglichkeit per eMail gäbe 🙂 )

  2. Pingback: Blogparade Sonntagskracher #5: Chaos > Blogparade > Sonntagskracher

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