Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Allgäu – Tagebuch, Tag 1: Autobahn, der erste Neuschnee und kalte Küche

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Der Winterurlaub im Allgäu war klasse. Meine Erlebnisse in Bayern und im Schnee werde ich im Rahmen eines mehrteiligen Tagebuch-Berichtes in loser Folge berichten. Viel Spaß damit!

Am „dritten Weihnachtstag“, den es so natürlich nicht gibt, starteten wir in unser Abenteuer Allgäu. Wir hatten meinem Vater zu seinem 60. Geburtstag im Herbst eine einwöchige Reise ins Allgäu geschenkt, bei der wir insgesamt zu acht in zwei Ferienwohnungen untergebracht sein sollten. Die eine Ferienwohnung – die meiner Eltern – ist in Obermaiselstein, die andere – in der wir wohnten – ist in Oberstdorf – Tiefenbach.

Nachdem wir den Nachmittag des zweiten Weihnachtstages mit Packen verbracht hatten, ging es am Sonntag, 27. Dezember pünktlich um halb neun los. Nachdem wir in Warburg auf die A44 gefahren sind und bei Kassel die A7 passierten, war ich überrascht, wie wenig auf der Straße los war. Keine LKW, wenige PKW (halb NRW schien auf dem Weg gen Süden) und Temperaturen um den Gefrierpunkt machten das Fahren zu einem angenehmen Vergnügen. Als wir nach 270 von 590 km die erste Pause machten, waren wir gerade mal zweieinhalb Stunden gefahren.

Auf der zweiten Hälfte der Strecke konnte ich ausspannen und Anne das Steuern überlassen. Da wir erstmals mit Dachgepäckträger gefahren sind und ohnehin nicht schneller als 130 km/h fahren durften, konnte ich angenehme Augenpflege betreiben. Gegen 13:30 Uhr machten wir die zweite (Mittags)Rast beim König der Burger. Frischgestärkt ging es in die Schlussetappe, bei der wir schon bald die Voralpen am Horizont erblicken konnten. Der erste Schnee, der seinen Namen auch wirklich verdient, ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten.

Es war halb vier am Nachmittag, als wir nach 590 km Fahrt und nicht mal sieben Stunden Brutto-Fahrzeit bei der Zimmerverwaltung in Oberstdorf – Tiefenbach angekommen sind. Als erstes versorgte ich meine Eltern und meinen Bruder sowie dessen Freundin mit den Schlüsseln für ihr Domizil, ehe ich unsere Schlüssel in Empfang nehmen konnte.

Unsere Ferienwohnung lag im Dachgeschoss eines Fünf-Familien-Hauses und erstreckte sich über den gesamten Grundriss des Hauses. Neben einem großen Wohnzimmer hatten wir eine Wohnküche mit Eckbank und Esszimmertisch, zwei Schlafzimmer mit jeweils zwei Doppelbetten, ein Bad mit Badewanne/Dusche und ein WC.

Wir verzichteten auf das große Auspacken der Koffer und erkundeten stattdessen ab halb fünf erst einmal den Ort. Zur Freude der Kinder liegt am Ortsausgang Richtung Obermaiselstein eine Skischule mit Schlepplift, wo die ersten Ski-Erfahrungen gesammelt werden können und ebenso gerodelt werden kann. In der Ortsmitte entdeckten wir einige gemütliche Restaurants, einen Bäcker und einen kleinen Supermarkt, der auch von uns in den kommenden Tagen entdeckt werden möchte.

Nach unserer einstündigen Erkundungstour stand dann doch das ungeliebte Auspacken auf dem Programm. Nach dem Abendessen, dem ersten Neuschnee gegen 19 Uhr und dem „Kinder im Bett verstauen“ sanken wir erschöpft in die Sessel. Leider wurde es nicht wirklich gemütlich, da drei von sechs Heizungen in der Wohnungen nicht funktionierten. Ein Anruf bei der Zimmerverwaltung stellte uns für den kommenden Montag Besserung in Aussicht.

Das führte dazu, dass ich meine Fleece-Jacke überstreifte, wir alle verfügbaren Heizungen aufgedreht haben und versuchten, die Wärme in alle Räume zu bekommen – leider vergeblich. Der kälteste Raum war die Küche, die seeeeehr kalt war. Dazu das Badezimmer – was mit zwei kleinen Kindern auch problematisch ist. Und als drittes noch das Eltern-Schlafzimmer. Somit war es meine erste Nacht, die ich mit Fleece-Jacke über dem Schlafanzug verbrachte…

Autor: Marc

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