Ein Ostwestfale im Rheinland

Das Leben jenseits des Rheins in mehr oder weniger weisen Worten.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie

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ist sehr speziell und in meinen Augen der Horror! Das habe ich selbst erlebt:

Da sich meine Frau ab Montag Abend in die Riege der jahreszeit-bedingten Magen-Darm-Schnupfen-Husten-Fieber-Kranken eingereiht hat, war ich ab
Dienstag vormittag in dreifacher Hinsicht gefordert:

1. der Job: musste hintenanstehen, da wir die Großeltern unserer beiden Kids
in 250 km Entfernung wohnen haben und diese „nicht mal eben so“ helfen
können (meine Mum hat sich angeboten, direkt in den Zug zu steigen, was
ich aber abgelehnt habe, da ich das Experiment „Mann kümnert sich allein
um alles“ nicht gefährden wollte)

2. die Frau: musste gepflegt werden. Dies beschränkte sich aufgrund der Schwere
der Erkrankung aber auf Gutes Zureden und Ermahnen zur Bettruhe

3. die Kinder: das war die Mammut-Aufgabe. Als Vollzeitbeschäftigter bekomme
ich meine beiden Jungs unter der Woche morgens und abends sowie tagsüber
per Telefon mit bzw. mache dem Kleinen morgens die Flasche bzw. mampfe mit
dem Großen das Müsli.

Somit hatte ich von Dienstag bis gestern Abend beide Kids in meiner Obhut.

Am Dienstag verließ ich meinen Arbeitsplatz bereits nach eineinhalb Stunden, da meine Frau vom Schüttelfrost geschüttelt wurde und nur noch ins Bett wollte. Ich habe dann erst den Kleinen gefüttert und danach den Großen aus dem Kindergarten abgeholt, ehe ich mich um das Mittagessen (die gute Hühnersuppe) gekümmert habe).

Danach habe ich den Kleinen zum Mittagsschlaf hingelegt und den Großen zur Musikschule gebracht. Nachdem ich wieder daheim war, war der Kleine bereits wach geworden. Ich schnappte ihn mir, fütterte ihm die Nachmittagsmahlzeit, zog ihn an und holte den Großen von der Musikschule ab.

Daheim angekommen, ging es mit beiden an die frische Luft. Wir schwatzten mit einer Nachbarin und spazierten zum Ortskern, wo wir einkauften. Nach gut eineinhalb Stunde kehrten wir zurück und ich spielte mit beiden.

Gegen 18 Uhr kam meine Frau ins Wohnzimmer, nachdem sie mehr als dreieinhalb Stunden geschlafen hatte. Ich bereitete das Abendessen zu, machte die beiden Kids bettfertig und bracht den Kleinen zum Schlummern, während meine Frau den Großen betreute.

Auch in der Nacht hatte ich Dienst und fühlte mich entsprechend gerädert am nächsten Morgen. In Summe hat aber alles prima geklappt und ich war sogar ein wenig stolz auf mich *rotwerd*.

Der Mittwoch verlief ähnlich: erst den Großen gewaschen und das Anziehen überwacht, danach den Kleinen mit der Flasche gefüttert und angezogen und um 8 Uhr mit beiden zum Kindergarten. Danach mit dem Kleinen gespielt und das Frühstück vorbereitet. Nach dem Frühstück Hausarbeit und danach mit dem Kleinen den Großen aus dem KiGa abgeholt, für das Mittagessen eingekauft und gekocht. Nachmittags habe ich den Großen zum Sport gebracht und der Kleine blieb bei seiner Mutter, der es wieder besser ging.

Fazit: Respekt an alle Mütter! Die zwei-, drei- oder vierfach-Belastung ist der Wahnsinn und ich bewundere Euch, wie ihr das schafft.

Autor: Marc

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